Logo BFV Homepage

BFV Judo > Aktuelles

5. Dan für Marcus Thom

Zentrale Dan-Prüfung des NJV am 11.12.2011 in Hannover-Bothfeld

Am vergangenen Sonntag fand die intensive Vorbereitung ein erfolgreiches Ende. In Hannover-Bothfeld stellten sich sechs Anwärter auf die Dan-Grade 3 bis 5 auf der 5-Stunden dauernden zentralen Dan-Prüfung des NJV den Anforderungen der Prüfungskommission, bestehend aus Kurt Teller (6. Dan), Karl-Heinz Steingräber (5. Dan) und Wolfram Diester (5. Dan).
Prüfer während der Dan Prüfung
Einen erfolgreichen Abschluss einer beispiellosen Karriere erfuhr dabei Marcus Thom vom SV Arnum mit seiner Graduierung zum 5. Meistergrad. Weitere Absolventen waren: Rolf Ehrhardt vom JC Sakura Hannover mit dem 5. Dan, Hartmut Schrage vom JC Hemmoor mit dem 4. Dan und Benjamin Rott vom Braunschweiger JC/Uni-Sport Hannover mit dem 3. Dan.
Sein Werdegang: Marcus begann seine ersten Judo-Schritte 1980 im TuS Ricklingen. Dem Verein blieb er bis 1993 treu, fand im SV Arnum bereits 1991 als Trainer und Abteilungsleiter eine neue Judo-Heimat. 1994 legte er erfolgreich seine 1. Meisterprüfung ab. Seit Jahren ist Marcus auch als Funktionär ehrenamtlich in den Bezirks- und Landesgremien tätig, als Präsident des Bezirksfachverbandes Judo Hannover sowie als NJV-Lehrreferent. Sein seit Jahren bestehendes sportliches Engagement erstreckt sich über die Übungsleiter-/Trainerausbildung, die jährliche Mitorganisation der NJV-Sommerschule, der Lehre im heimischen Verein und in den Verbänden sowie den Medaillengewinnen auf Landes- und Deutschen-Kata-MeisterschaBen der vergangenen Jahre.

Marcus Thom während der Prüfung
Die Prüfung: Die Themen seiner Prüfung zum 5. Dan umfassten die Vorkenntnisse aller vorherigen Prüfungen, die Demonstration der Pflicht-Kata „Itsutsu-no-kata“ (Kata der 5 universellen Prinzipien) und „Kime-no-kata“ (Kata der Entscheidungen), die schriftliche Ausarbeitung, einer Art „Diplomarbeit“, und Demonstration einer eigenen Kata und zweier methodischer Möglichkeiten zur Vermittlung von Judo-Techniken. Im Falle der eigenen Kata-Entwicklung entschied sich Marcus für eine „Methodikkata“ mit dem Inhalt „Vom Leichten zum Schweren“, in der er anhand geeigneter Beispiele die Steigerung des Schwierigkeitsgrades verschiedener Techniken methodisch sinnvoll ordnete. Für die beiden Methodikaufgaben wählte er Mischkonzepte des Vermittlungsprozesses und präsentierte diese an den Beispielen des „Ko-uchi-maki-komi“ und des „Kata-guruma“. Schlussendlich referierte Marcus im letzten Prüfungsblock „Theorie“ souverän über die aktuellen Tendenzen und die zukünBige Entwicklung des Judo-Sports, den zu begegnenden Herausforderungen und damit einhergehenden Chancen.

Alle Prüflinge zusammen
Beeindruckendes am Rande: Der 5. Dan ist in Deutschland die letzte Graduirung im Judo, die durch eine prakktische Prüfung erreicht werden kann. Die darauffolgenden Meistergrade sind derzeit ausschließlich über vom DJB anerkannte, herausragende Engagements für den Judosport bzw. durch sportliche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene zu erlangen. Mit dieser Prüfung gibt es zur Zeit 40 lebende Personen in Niedersachsen, die Träger des 5. Dan sind. Marcus Thom gehört mit 38 Jahren nun zu den beiden jüngsten Dan-Trägern in Niedersachsen und vermutlich auch in Deutschland, die diese Graduierung durch Prüfung erhielten. Eine herausragende Leistung.

W. Thom u. D. Burkhardt, 02.01.2012